Eine ausgestreckte Hand mit dem Text

Kleines Geld – große Wirkung: Land setzt Mikroförderung für Ehrenamt mit weiteren 800.000 Euro fort

Große Unterstützung für das Ehrenamt in Niedersachsen: Das Land Niedersachsen stellt weitere 800.000 Euro für die Mikroförderung zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements bereit. Den Förderscheck übergab Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, am 27. Juli 2026 im Rahmen ihrer Sommerreise an die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen e. V. (LAGFA).

Damit wächst das Fördervolumen der Mikroförderung im Jahr 2026 auf insgesamt 1,8 Millionen Euro. Bereits zu Jahresbeginn hatte das Land eine Million Euro für das erfolgreiche Programm zur Verfügung gestellt. Die Aufstockung erfolgt aufgrund der außergewöhnlich hohen Nachfrage sowie der überzeugenden Ergebnisse einer unabhängigen Zwischenevaluation.

Hohe Nachfrage zeigt großen Bedarf

Die erste Förderrunde machte deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Förderangebote für das Ehrenamt sind: Innerhalb von nur zwei Tagen gingen 576 Förderanträge ein, das Förderbudget von einer Million Euro war vollständig ausgeschöpft.

Die Mikroförderung ist ein zentraler Bestandteil der Niedersächsischen Strategie für Engagement und Ehrenamt. Sie unterstützt Vereine, Initiativen, gemeinwohlorientierte Organisationen und ehrenamtlich Engagierte mit Zuschüssen zwischen 100 und 2.500 Euro, um Projekte vor Ort unkompliziert und unbürokratisch umzusetzen.

Evaluation bestätigt: Kleine Förderung mit großer Wirkung

Die Ergebnisse der Zwischenevaluation unterstreichen den Erfolg des Programms. Über 41 Prozent der befragten Projektträgerinnen und Projektträger gaben an, dass ihr Vorhaben ohne die Mikroförderung nicht hätte umgesetzt werden können. Mehr als 80 Prozent berichteten von einer verbesserten Arbeitsfähigkeit ihrer Organisation, rund 61 Prozent von einer Stärkung des Ehrenamts und 45 Prozent von einer höheren Sichtbarkeit ihres Vereins oder ihrer Initiative.

Darüber hinaus entstanden durch viele geförderte Projekte neue Begegnungs- und Teilhabemöglichkeiten vor Ort. Fast die Hälfte der Projekte erreichte mehr als 100 Menschen, und zahlreiche Vorhaben wurden gemeinsam von mehreren Ehrenamtlichen umgesetzt. Zudem gaben knapp 40 Prozent der Befragten an, bereits Folgeaktivitäten entwickelt zu haben – weitere 45 Prozent planen zusätzliche Projekte.

Stimmen zur Mikroförderung

Ministerin Daniela Behrens betonte die Bedeutung des freiwilligen Engagements:

„Ob Sportverein, Dorfgemeinschaft, Kulturinitiative, Nachbarschaftsprojekt oder Jugendgruppe: Ehrenamtliche schaffen Begegnungen, stärken den Zusammenhalt und halten unsere Gesellschaft zusammen. Mit der Mikroförderung unterstützen wir genau dieses Engagement. Oft reichen wenige hundert Euro, aus einer guten Idee ein konkretes Projekt für die Gemeinschaft entstehen zu lassen.“

Monika Fricke, Projektverantwortliche für die Mikroförderung bei der LAGFA Niedersachsen, freut sich über die Fortsetzung des Programms:

„Die Resonanz auf die Mikroförderung hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Vielzahl der Anträge und die Rückmeldungen der Geförderten zeigen, dass kleine Förderbeträge häufig den entscheidenden Unterschied machen. Die zusätzlichen Mittel des Landes ermöglichen es uns, noch mehr Engagierte bei der Umsetzung ihrer Ideen für das Gemeinwesen zu unterstützen.“

Die Fortsetzung der Mikroförderung ist ein starkes Signal für das Ehrenamt in Niedersachsen. Sie zeigt, dass bereits kleine finanzielle Unterstützungen eine große Wirkung entfalten können – für Vereine, Initiativen und vor allem für die Menschen, die sich tagtäglich für ihre Mitmenschen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren.