Eine ausgestreckte Hand mit dem Text

Inklusives Ehrenamt in Niedersachsen – Fachtag 2025

Inklusives Ehrenamt in Niedersachsen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Beim Fachtag „Inklusives Ehrenamt als Chance“ kamen über 130 Teilnehmende aus Freiwilligenagenturen, Vereinen, Verbänden, Verwaltungen und Unternehmen zusammen, um gemeinsam Wege zu mehr Teilhabe im Engagement zu diskutieren. Die wichtigsten Erkenntnisse, Impulse und Visualisierungen stellen wir hier vor.

Ziel des Fachtages: Inklusives Ehrenamt in Niedersachsen stärken

Ziel der Veranstaltung war es, zu zeigen, wie Engagement für Menschen mit und ohne Behinderungen gelingen kann. Praxisberichte verdeutlichten, welche Herausforderungen bestehen, aber auch, welche Gelingensbedingungen Teilhabe im Ehrenamt möglich machen.

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, unterstrich:
„Inklusives Ehrenamt ist eine Chance und ein Gewinn für alle. Jeder Mensch kann sich engagieren – wichtig sind barrierefreie Zugänge, individuelle Hilfsmittel und Assistenz.“

Die LAGFA Niedersachsen teilt diese Haltung:
Inklusion ist kein Zusatz, sondern ein Grundprinzip für zeitgemäßes Engagement.

Rahmenbedingungen für inklusives Ehrenamt in Niedersachsen

Im Mittelpunkt standen Fragen aus der Praxis:

  • Wie gestalten wir Engagement zugänglich für alle?
  • Welche Unterstützung benötigen Engagierte mit Behinderungen?
  • Wie kann Selbstbestimmung gestärkt werden?
  • Welche Strukturen und Assistenzleistungen sind notwendig?

Wichtige Bausteine sind:

  • barrierefreie Zugänge
  • Unterstützte Kommunikation (z. B. Sprachausgabegeräte)
  • Leichte Sprache
  • flexible Engagementformate
  • Assistenz für Selbstbestimmung

Graphic Recording: Inklusives Ehrenamt in Niedersachsen im Bild

Zur visuellen Dokumentation entstanden zwei Graphic Recordings, die die Diskussionen, Ideen und Ergebnisse anschaulich zusammenfassen:

„Inklusives Ehrenamt als Chance – Teil 1“

Bildbeschreibung (für Screenreader / Transkription)
Titel: „Inklusives Ehrenamt als Chance“
Medium: Graphic Recording
Größe: ca. 110 × 140 cm
Material: Marker auf großformatigem Papier
Datum auf dem Bild: 24.11.25
Auftraggeber:innen-Logo oben links: LAGFA Niedersachsen
Gesamtaufbau
Das Bild zeigt ein großformatiges, farbiges Graphic Recording.
Die Gestaltung besteht aus vielen handgezeichneten Elementen: Personen, Symbole, Sprechblasen, 
kurze Stichworte und thematische Cluster.
Farben: überwiegend Schwarz für Linien und Text, dazu Akzentfarben in Gelb, Türkis, Rosa, Grau 
und Orange.
Im Zentrum ist eine große Silhouette von drei Personen – eine erwachsene Figur mit einer Person 
ander linken Seite. Die Person links hat einen Geh- ode Blindenstock. Ob die Person in der Mitte 
ein Handicap hat, ist absichtlich nicht genau erkennbar. An der anderen Seite ist eine Person im 
Rollstuhl. Sie stehen auf einem geschwungenen blauen Bodenstreifen. Um diese zentrale Gruppe 
herum sind zahlreiche Inhalte gruppiert.
Gesamteindruck
Die Visualisierung dokumentiert eine Veranstaltung zum Thema inklusives Ehrenamt. Sie zeigt die 
Vielfalt der Diskussion, die Beteiligung verschiedener Akteure und die zentralen Begriffe und 
Konzepte, die während der Veranstaltung besprochen wurden. Der handgezeichnete, lebendige Stil 
vermittelt die Dynamik und Offenheit des Austauschs. Die zentrale Illustration mit den drei Figuren
symbolisiert Inklusion als gemeinsame Aufgabe für alle Menschen.
Detaillierte Beschreibung – von links nach rechts, von oben 
nach unten
Oben links
• Das Logo von LAGFA Niedersachsen ist farbig gezeichnet, mit einer stilisierten Landschaft 
(Wasser, Wellen, Sonne).
• Daneben das Logo und der Name von: „Annetraud Grote, Niedersachsische 
Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung – Selbstbestimmt. Klar.“
Titel
• Groß und mittig: „Inklusives Ehrenamt als Chance“, in schwarz geschrieben, mit gelber 
Unterstreichung.
Links neben dem Titel die ersten Rednerinnen und Redner als kleines Portrait. 
• eine Frau mit hellen Haaren: „Kerstin Schäfer, LBZB“.
• Raphael Dombrowski mit kurzen mittelblonden Haaren und Bart
• Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren: Tilmann Graefe, ehemaliger Praktikant bei der 
LAGFA
• Eine Frau mit mittelblonden Locken: Dr. Anja Eggers von der LAGFA
• Sandra Stein und Annetraud Grote vom Sozialminsterium
Linke Seite – Themenblock Offenheit
• Ein Klemmbrett mit Stift, daneben Text:
„inklusive Technik – Arbeitgeber bietet Strukturen“.
• Ein schwarzes Textband mit weißer Schrift: „OFFENHEIT“.
• Eine kleine Szene mit Bezug zu Herrn Graefe: „Hat ein Praktikum gemacht“.
• Darüber: „Rahmenbedingungen & Gelingensbedingungen“, umringt von kleinen Herzen, 
Punkten und Pfeilen.
• Stichworte: „Mut-Chancen-Kompetenzen“, „Willkommen“.
Zentrum – Hauptmotiv
• Drei große helltürkise Silhouetten:
• links eine erwachsene Person mit Langstock (blind oder sehbehindert),
• in der Mitte eine weitere erwachsene Person,
• rechts eine Person im Rollstuhl.
• Neben dem Rollstuhl steht ein Mensch, der andere Menschen ins Ehrenamt 
hereinwinkt. 
• Unter dem Hauptmotiv steht: „nicht ob – immer: wie!? > Haltung“.
• Ein weiterer gelber Balken auf dem steht : (wichtig ist) „Nett sein“.
• Kleine Symbole: Netzwerkpunkte, Personen, ein Auge – daneben „Selbstverständnis für 
Fähigkeiten“, „Sichtbarkeit & Netzwerke“.
Rechte obere Bildhälfte – Organisationen und Praxisbeispiele
• „Lebenshilfe Soltau“
• „Landkreis Leer“
• Fünf Portrait-Zeichnungen der Sprecher*innen des Podiums: 
• René Herbers, Monika Fricke, Tjark Twennings, Jonas Jasper, Mara Kluge
• Notizen wie:
„Barrieren abbauen – Normalität in der Teilhabe – Selbstbestimmung“
„Assistenzen“
„Türen auf!“
• Zeichnungen von Sport und Aktivitäten:
• Rollstuhlbasketball,
• Begegnungen zwischen Menschen
• Tür-Symbol mit Pfeilen 
• Text: "Türen auf" 
• "Barrierefrei denken ... Freiheit ermöglichen" 
• "Kooperation" 
• Thema: „Verein – Tandem“, dargestellte Gruppen von Menschen.
Rechte mittlere Bildhälfte
• Kleine Szene mit zwei Personen und Text: „Könnte es auch gut gehen?“
Die Antwort (in gelb): „JA“.
• Daneben eine Person berät eine andere:
„Beratung + Anlaufstelle für Forderungen“.
• Ein kleines Klemmbrett mit Listenfeldern: „Bedarfsabfragen“.
Rechte untere Bildhälfte
• Symbolische Bausteine und Puzzles, dazu die Logos der ausstellenden Vereine und 
ORganisationen:
• „bagfa Aktion Mensch“,
• „Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband, 
• Verein Autismus Hannover e.V.
• PIKSL
• Freiwilligenagentur Schneverdingen
• Normal in Linden
Unterer Bildrand, links
• Roter Kasten mit weißem Niedersachsen-Pferd (Landeswappen).
• Text: „gefördert durch: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit & 
Gleichstellung“.
Unterer Bildrand, Mitte
• In türkiser Schrift: „Ausstellung von inklusiven …“, Satz endet offen, da der Grafikplatz 
ausläuft. Fortsetzung folgt auf der nächsten Weite. 
Stilmerkmale
• Klare, dicke Konturen
• Lebendige, handgezeichnete Figuren
• Akzentfarben unterstreichen zentrale Begriffe
• Kurze, prägnante Wörter und Zitate bilden thematische Inseln
• Symbole wie Türen, Netzwerke, Puzzleteile, Pfeile und Herzen betonen Inhalte rund um 
Inklusion & Ehrenamt

„Inklusives Ehrenamt als Chance – Teil 2“

Größe: ca. 110 × 140 cm
Material: Marker auf Papier
Darstellungsform: Graphic Recording mit handgezeichneten Figuren, Symbolen und Schlagworten
in Schwarz, Gelb, Orange, Türkis, Lila und Grau. Die Inhalte sind kreisförmig und themenbezogen 
über die gesamte Fläche angeordnet.
Gesamtbeschreibung
Das Bild ist ein großformatiges, handgezeichnetes Graphic Recording.
Der Stil ist skizzenhaft und lebendig, mit klaren Linien und farbigen Akzenten.
Es zeigt zahlreiche kleine Szenen, Figuren, Pfeile, Symbole und viele kurze Texte, die gemeinsam 
die Themen Inklusion, Teilhabe, Ehrenamt, Kommunikation und Unterstützungsbedarfe darstellen.
Detaillierte Beschreibung – von links oben nach rechts unten
Obere linke Bildhälfte
Links oben steht groß der handgeschriebene Titel „Einfach loslegen“.
Daneben ist eine Medaille gezeichnet. Darunter steht der Satz:
„Sonnenschein – Preis. 
Daneben eine Zeichnung einer geöffneten Tür, vor der Tür 2 Personen, hinter der Tür 3. Dazu
steht der Satz: „Da kann ja jede*r kommen.“
Es folgen mehrere gezeichnete Personen, die für vitus und Indus zum inklusiven Ehrenamt – Titel: 
Erlebe Vielfalt im Ehrenamt - gesprochen haben: Heike Baalmann, Ilka Backs, Ina Wysotzki. 
Darunter Begriffe wie:
• „EAM – freiwillig, unentgeltlich, spaßvoll“
• „Vitus und Indus“
• „EAM Botschafter*innen“
• Tätigkeiten wie Lesen, Mitmachen, Politik, Peer-to-Peer-Unterstützung
Eine Gruppe von Menschen in einer Reihe zeigt: „Erlebnisse, Vielfalt, Ehrenamt“.
Mitte links – Schwerpunkt Zutrauen
Weiter unten, links der Bildmitte, steht groß das Wort „ZUTRAUEN“.
Darunter finden sich Szenen und Begriffe wie:
• „Köpfe öffnen“
• „Leichte Sprache“
• „Digitalisierung“
• „Vorlesetag“
• Ein aufgeschlagenes Buch mit der Aufschrift: „Schule – inklusives Vorlesen“
• Ein Haus mit Sternen und dem Begriff „Transparente Domizile soll man nicht mit Steien 
bewerfen“. Dies ist ein aus schwerer und leichter Sprache zusammengesetztes Sprichwort: 
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. 
Die Zeichnungen zeigen Menschen im Austausch und Symbole für Zugänglichkeit.
Bildzentrum
In der Mitte des Bildes befindet sich ein großer goldener Pokal mit der Aufschrift:
„Verstanden werden ist GOLD“.
Drum herum stehen Schlagworte wie:
• „Grundrecht Teilhabe“
• „Kontakte“
• „Neue Leute“
• „Teilhabe“
Eine bunte Socke symbolisiert den Vielfalts-Tag an jedem 21.03. (Tag des Down-Syndroms)
Unter dem zentralen Pokal stehen Worte wie
„Einfach machen“
und:
„Wo ist das passende Ehrenamt?“
Obere rechte Bildhälfte – Kommunikation und Teilhabe
Rechts oben sind zwei Porträts gezeichnet.
Darunter stehen die Namen „Sandra Stein“ und „Tobias Link“. Hier geht es um deren Vortrag: 
kommunikativ teilhaben im inklusiven Ehrenamt’. Dabei stehen Begriffe wie:
• „Kommunikation“
• „Inklusive Teilhabe“
• körperliche, sellische, psychische Erkrankungen“
• „autismus-Spektrum“
Daneben ein großes Auge mit den Wörtern:
„sichtbar“ und „unsichtbar“.
Mittlere rechte Bildhälfte – Assistenz und Unterstützung
Groß und zentral-rechts steht der Schriftzug:
„Halsentzündung“
und darunter die Frage:
„Was können Sie dann noch aussprechen?“
Es folgen Bereiche und Stichworte zu Unterstützungsmaßnahmen:
• „UK – individuelle Maßnahmen für Selbstbestimmung“
(UK = Unterstützte Kommunikation)
• Symboltafeln mit Buchstaben und Icons
• Gesprächstafeln
• Eine Hand, die eine andere Hand stützt
• „Assisitieren und gleichzeitig Assistenz bekommen“
• „Inklusiver Betreuer sein: Herausforderung“
• Szenen, in denen Menschen einander unterstützen
• Hinweise auf psychische Belastung und Strukturbedarf
Darunter ein gelb markierter Satz:
„Wir brauchen Kommunikations-Assistenz“
Rechte untere Bildhälfte
Dort sind eine Uhr, ein spiralförmiger Zeitmarker und Begriffe zu sehen, die auf Zeitdruck, 
Belastung und strukturelle Herausforderungen hinweisen.
Unterer Rand
Am unteren Rand sind mehrere graue Logos gezeichnet, die die weiteren Beteiligten in der 
Ausstellung zeigen: Caritas Forum Demenz, INDUS und E.V.E., Sprachzauber-Projekt.
Rechts unten steht ein Dank an:
„Dr. Andreas Philllipi via Herrn Stephan Kassel - Sozialministerium“.
Inhaltliche Zusammenfassung
Das Graphic Recording zeigt viele Gedanken, Stimmen und Impulse zum Thema inklusives 
Ehrenamt:
• Wie Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten teilnehmen können
• Welche Barrieren bestehen
• Welche Formen von Assistenz, Kommunikation und Struktur nötig sind
• Die Bedeutung von Verständlichkeit, Leichter Sprache und Zutrauen
• Den Wunsch nach Sichtbarkeit, Begegnung und Teilhabe
• Herausforderungen im Ehrenamt und mögliche Lösungen
Die Darstellung ist bunt, lebendig und verknüpft viele Themen bildhaft miteinander

Dank an alle Beteiligten

Ein herzlicher Dank gilt:

  • dem Niedersächsischen Sozialministerium für die verlässliche Unterstützung
  • der Landesbehindertenbeauftragten Frau Grote und Frau Stein für Planung und Moderation
  • dem Landesbildungszentrum für Blinde für die Gastfreundschaft
  • allen Helferinnen, Helfern und Referierenden

Impressionen des Tages:

Weiterführende Informationen und interne Links

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Ausgehende Links zu unseren Partnern

Ausblick

Inklusives Ehrenamt in Niedersachsen soll künftig noch zugänglicher, offener und vielfältiger werden. Die LAGFA Niedersachsen wird diesen Prozess weiterhin engagiert begleiten.

Material

Präsentation von Frau Dr. Eggers und Tilman Graef